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Kantorei St. Johannis — Mainz

Programm Johanniskirche

Hinweis: Wegen der archäologischen Ausgrabungen in der Johanniskirche, finden die Chorkonzerte zur Zeit in St. Quintin (Quintinstr. 5, 55116 Mainz) statt.

Konzerte

3. Juni,
20 Uhr

bullet Konzert mit Werken zum Kirchenjahr und zu den Tageszeiten, Motetten für Frauenchor

Distler, Es kommt ein Schiff geladen

Kugelmann, Allein Gott in der Höh sei Ehr

Hoyoul, Gelobet seist du

Escobar, Improperien

Praetorius, Erstanden ist der Hl. Christ

Binchois, Veni creator

Distler, Der Mensch lebt und bestehet

Lau, Morgenglanz der Ewigkeit

Lechner, Danket dem Herrn

Vulpius, Hinunter ist der Sonnenschein

Gumpelzhaimer, Die Nacht ist vorgedrungen

Staden, Psalm 8

Was für eine Merkwürdigkeit doch die Zeit ist: Einerseits ist sie die
Maßeinheit für Ereignisse, andererseits rhythmisiert sie unser Leben,
das Zeitphänomen vereinigt sowohl einen linearen Verlauf,
als auch den Zusammenlauf von Vergangenheit, Zukunft
und Vergangenheit. Das Christentum ist im Besonderen mit der Zeit
verbunden: Die stete Wiederkehr des Kirchenjahres mit ihrem
gleichbleibenden Zyklen, fokussiert auf das (Nacher-) Leben Christi
und dessen Wiederkunft, und die Tageszeiten als immerwährender
Schöpfungsakt Gottes.
Beide Zeitzyklen sind Ideen eines Konzertes, welches die Frauenstimmen
am Sonntag, 3. Juni geben werden. Auf dem Programm stehen Chrowerke
verschiedener Komponisten. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.


Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war - musikalisch betrachtet -
die mit Abstand wohl aufregendste Zeit. Heftige Auseinandersetzungen
zwischen den Traditionalisten, den Bewahrern der altehrwürdigen
kontrapunktisch orientierten Motetten, wie sie seit über einem
Jahrhundert in der Kirche etabliert waren, und den Modernisten, deren
Musik dramatisch konzipiert war (Oper, Madrigal), ohne Rücksicht auf
"vergangene", d. h. überflüssig gewordenen Regeln der Polyphonie, um
den Zuhörer unmittelbar zu packen, zu überwältigen, prägte sie.
Heinrich Schütz, der in Italien seine Ausbildung vervollkommnete, sah
in dem Gegenüber dieser unterschiedlichen Stile kein Frage von Für
oder Gegen einen bestimmten Stil, sondern eine beglückende Erweiterung
kompositorischer Möglichkeiten. Seine 1625 veröffentlichten "Cantiones
Sacrae" (übersetzt "Geistliche Gesänge") vereinen sowohl die
textausdeutende, in Italien gepflegte Musiktechniken als auch die in
der Kirche mehr gebräuchlichen alten Praktiken. Diese Synthese, die
Schütz zum ersten Mal in seinem Werk präsentierte, sollte der
Grundstein werden für weitere Versuche einer Harmonisierung scheinbar
heterogener Stile; damit wurden seine Werke zum Wegweiser eines
"dritten" Weges und zum Markstein eines Genres, das noch im 20.
Jahrhundert zum Vorbild einiger Komponisten wie Ernst Peppuing, Hugo
Distler etc. wurde.
Aus diesem Zyklus von 40 Motetten (es wäre auch nicht falsch von
"geistlichen Madrigalen" zu sprechen) werden in dem Konzert des
Kammerchores am Sonntag, 18. November einige Motetten zu hören sein.
Um eine möglichst breite Klangwirkung zu erstellen, teilen sich der
Kammerchor und Solisten das Repertoire, begleitet von einer
Continuogruppe. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Zu beiden Konzerten, die in der Quintinskirche stattfinden
werden, gilt unsere herzliche Einladung.

Städtisches Altenheim Mainz

jeden 1. Samstag im Monat 11.30 Uhr

bullet Orgelkonzerte zur Mittagszeit in der Josefskapelle

Orgelkonzerte zur Mittagszeit in der Josefskapelle: das Programm für 2018
"Hanseatischer Orgelbarock" oder "Norddeutsche Orgelschule" - zwei Begriffe einer zeitlichen wie räumlichen Begrenzung für eine der wichtigsten Epochen der Orgelmusikgschichte. Ausgangspunkt für die Entstehung und Weiterentwicklung dieser Musik war die Entwicklung des Orgelbaus, verbunden mit dem Namen Arp Schnittger u. a. Die Größe wie auch die Klangfarbenpracht der Instrumente sowie das Verlangen der reichen Bürgerschaften hanseatischer Städte nach repräsentativer Musik inspirierten die Künstler zu großartigen Orgelwerken. Es entstanden neben liturgischen Gebrauchsstücken jene prachtvolle Werke (freie Werke sowie Choralphantasien), die immer noch als Gipfelpunkte der Orgelmusik angesehen und geschätzt werden.
In der Reihe der "Orgelmusiken zur Mittagszeit" werden Orgelwerke dieser einzigartigen Epoche wiedergegeben. Natürlich zwingt das deutsch-romantische Instrument der Josefskapelle zu allerlei Kompromissen, denn es fehlen schmerzhaft typisch barocke Stimmen; jedoch zeichnet sich das Instrument durch einen weichen Klang aus, der der ästhetische Hauptforderung nach Sanglichkeit vollends entspricht.

Samstag, 6. Januar

EPIPHANIAS
Jan Pieterzoon Sweelinck
Organistenmacher


Samstag, 3. Februar

MARIÄ LICHTMESS
Hamburg
Scheidemannsche Lieblichkeit oder
Praetorianische Ernsthaftigkeit


Samstag, 3. März

PASSION
Hamburg
Jan Adam Reincken
"Ein Liebhaber des Ratskellers" und
Gründungsmitglied der Oper


Samstag, 5. Mai

OSTERN
Lübeck
Franz Tunder
Ein Mann mit Eigenschaften


SAmstag, 2. Juni

TRINITATIS
Lübeck
Dietrich Buxtehude
Der krönende Abschluss


Samstag, 1. September

TRINITATIS
Lüneburg
ein fast vergessenes Zentrum der Orgelmusik


Samstag, 3. November

Am Ende der Zeit oder
wieviel Zeit haben Sie?
Choralphantasien


Samstag, 1. Dezember

ADVENT
Kennen Sie den schon...?
Lauter Unbekannte

Alle Konzert beginnen um 11.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um Ihre Kollekte für die Kirchenmusik in der Josefskapelle gebeten.
Ort: Josefskapelle des Städtischen Altersheimes (Hintere Christofsgasse / gegenüber Galeria Kaufhof)

An der Orgel: Volker Ellenberger

St. Johannis, innen St. Johannis, innen

Johanniskantorei Mainz
Bischofsplatz 10
55116 Mainz
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