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Kantorei St. Johannis — Mainz

Programm Johanniskirche

Hinweis: Wegen der archäologischen Ausgrabungen in der Johanniskirche, finden die Chorkonzerte zur Zeit in St. Quintin (Quintinstr. 5, 55116 Mainz) statt.

Konzerte

18. November 20 Uhr

bullet Heinrich Schütz, Cantiones Sacrae

Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war - musikalisch betrachtet - die mit Abstand wohl aufregendste Zeit. Heftige Auseinandersetzungen zwischen den Traditionalisten, den Bewahrern der altehrwürdigen kontrapunktisch orientierten Motetten, wie sie seit über einem Jahrhundert in der Kirche etabliert waren, und den Modernisten, deren Musik dramatisch konzipiert war (Oper, Madrigal), ohne Rücksicht auf "vergangene", d. h. überflüssig gewordenen Regeln der Polyphonie, um den Zuhörer unmittelbar zu packen, zu überwältigen, prägte sie. Heinrich Schütz, der in Italien seine Ausbildung vervollkommnete, sah in dem Gegenüber dieser unterschiedlichen Stile kein Frage von Für oder Gegen einen bestimmten Stil, sondern eine beglückende Erweiterung kompositorischer Möglichkeiten. Seine 1625 veröffentlichten "Cantiones Sacrae" (übersetzt "Geistliche Gesänge") vereinen sowohl die textausdeutenden, in Italien gepflegte Musiktechniken als auch die in der Kirche mehr gebräuchlichen alten Praktiken. Diese Synthese, die Schütz zum ersten Mal in seinem Werk präsentierte, sollte der Grundstein werden für weitere Versuche einer Harmonisierung scheinbar heterogener Stile; damit wurden seine Werke zum Wegweiser eines "dritten" Weges und zum Markstein eines Genres, das noch im 20. Jahrhundert zum Vorbild einiger Komponisten wie Ernst Pepping, Hugo Distler etc. wurde.
Aus diesem Zyklus von 40 Motetten (es wäre auch nicht falsch von "geistlichen Madrigalen" zu sprechen) werden in dem Konzert des
Kammerchores am Sonntag, 18. November einige Motetten zu hören sein. Um eine möglichst breite Klangwirkung zu erstellen, teilen sich der Kammerchor und Solisten das Repertoire, begleitet von einer Continuogruppe.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Zu diesem Konzert, das in der Quintinskirche stattfinden
wird, gilt unsere herzliche Einladung.

28. 10. 2018,
20.00 Uhr

bullet Die Kunst der Polyphonie

Chorwerke von Orlando di Lasso, Giovanni Pierluigi da Palestrina und Heinrich Schütz
Kontrapunkt, Polyphonie - noch heute rufen diese Begriffe auch bei Berufsmusikern Respekt hervor. Polyphonie gilt nicht wenigen noch als eine Geheimwissenschaft, der rationale Umgang mit Noten nach bestimmten Regeln. Es ist schon bemerkenswert, dass beispielsweise Mozart, Beethoven oder auch Schubert am Ende ihres Lebens sich den kontrapunktischen Kompositionen oder Studien widmeten: Ordnung in der Musik nach einem Regelwerk in Verbindung mit musikalischer Ausdruckskraft und Klangsinn ist die höchste Kunstform in der Musik. Musik ohne Regeln gleicht nicht nachvollziehbarer Willkür, Musik nach Regeln ist eintönig und nicht evident.
Die größten Komponisten der Renaissance, die den Kontrapunkt beherrschten, die durch ihre Kompositionen schulbildend wirkten waren Palestrina und Lassus. Ihre Werke gelten schon als klassisch. In diesem Konzert erklingen Motetten aus dem Zyklus "Cantiones sacrae" von Lassus und eine Messe von Palestrina.
Als Gipfel kontrapunktischer Kunst in der Instrumentalmusik kann J. S. Bachs Kunst der Fuge gelten. Aus diesem gewaltigen Zyklus werden einzelne Contrapuncti auf der Orgel gespielt.

Johanniskatorei
Leitung und Orgel
Volker Ellenberger

Sonntag,
den 23.9.2018,
um 18.00 Uhr

bullet Französische Orgelmusik in der Christuskirche

Virtuose französische Orgelmusik - ein Emporenkonzert
Stücke von Vierne, Dupré u. a.
An der Orgel der Christuskirche
Volker Ellenberger

Städtisches Altenheim Mainz

jeden 1. Samstag im Monat 11.30 Uhr

bullet Orgelkonzerte zur Mittagszeit in der Josefskapelle

Orgelkonzerte zur Mittagszeit in der Josefskapelle: das Programm für 2018
"Hanseatischer Orgelbarock" oder "Norddeutsche Orgelschule" - zwei Begriffe einer zeitlichen wie räumlichen Begrenzung für eine der wichtigsten Epochen der Orgelmusikgschichte. Ausgangspunkt für die Entstehung und Weiterentwicklung dieser Musik war die Entwicklung des Orgelbaus, verbunden mit dem Namen Arp Schnittger u. a. Die Größe wie auch die Klangfarbenpracht der Instrumente sowie das Verlangen der reichen Bürgerschaften hanseatischer Städte nach repräsentativer Musik inspirierten die Künstler zu großartigen Orgelwerken. Es entstanden neben liturgischen Gebrauchsstücken jene prachtvolle Werke (freie Werke sowie Choralphantasien), die immer noch als Gipfelpunkte der Orgelmusik angesehen und geschätzt werden.
In der Reihe der "Orgelmusiken zur Mittagszeit" werden Orgelwerke dieser einzigartigen Epoche wiedergegeben. Natürlich zwingt das deutsch-romantische Instrument der Josefskapelle zu allerlei Kompromissen, denn es fehlen schmerzhaft typisch barocke Stimmen; jedoch zeichnet sich das Instrument durch einen weichen Klang aus, der der ästhetische Hauptforderung nach Sanglichkeit vollends entspricht.

Samstag, 6. Januar

EPIPHANIAS
Jan Pieterzoon Sweelinck
Organistenmacher


Samstag, 3. Februar

MARIÄ LICHTMESS
Hamburg
Scheidemannsche Lieblichkeit oder
Praetorianische Ernsthaftigkeit


Samstag, 3. März

PASSION
Hamburg
Jan Adam Reincken
"Ein Liebhaber des Ratskellers" und
Gründungsmitglied der Oper


Samstag, 5. Mai

OSTERN
Lübeck
Franz Tunder
Ein Mann mit Eigenschaften


SAmstag, 2. Juni

TRINITATIS
Lübeck
Dietrich Buxtehude
Der krönende Abschluss


Samstag, 1. September

TRINITATIS
Lüneburg
ein fast vergessenes Zentrum der Orgelmusik


Samstag, 3. November

Am Ende der Zeit oder
wieviel Zeit haben Sie?
Choralphantasien


Samstag, 1. Dezember

ADVENT
Kennen Sie den schon...?
Lauter Unbekannte

Alle Konzert beginnen um 11.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um Ihre Kollekte für die Kirchenmusik in der Josefskapelle gebeten.
Ort: Josefskapelle des Städtischen Altersheimes (Hintere Christofsgasse / gegenüber Galeria Kaufhof)

An der Orgel: Volker Ellenberger

St. Johannis, innen St. Johannis, innen

Johanniskantorei Mainz
Bischofsplatz 10
55116 Mainz
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