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Kantorei St. Johannis — Mainz

Wir begrüßen Sie

auf den Internetseiten der Kirchenmusik an St.Johannis, der ältesten Kirche in Mainz. Hier finden Sie Informationen über die Johanniskantorei und die kirchenmusikalischen Veranstaltungen an St.Johannis und in der Josefskapelle.

Wegen der archäologischen Ausgrabungen in der Johanniskirche, finden die Chorkonzerte zur Zeit in St. Quintin statt.

Programm – In Kürze

3. Juni,
20 Uhr

bullet Konzert mit Werken zum Kirchenjahr und zu den Tageszeiten, Motetten für Frauenchor

Distler, Es kommt ein Schiff geladen

Kugelmann, Allein Gott in der Höh sei Ehr

Hoyoul, Gelobet seist du

Escobar, Improperien

Praetorius, Erstanden ist der Hl. Christ

Binchois, Veni creator

Distler, Der Mensch lebt und bestehet

Lau, Morgenglanz der Ewigkeit

Lechner, Danket dem Herrn

Vulpius, Hinunter ist der Sonnenschein

Gumpelzhaimer, Die Nacht ist vorgedrungen

Staden, Psalm 8

Was für eine Merkwürdigkeit doch die Zeit ist: Einerseits ist sie die
Maßeinheit für Ereignisse, andererseits rhythmisiert sie unser Leben,
das Zeitphänomen vereinigt sowohl einen linearen Verlauf,
als auch den Zusammenlauf von Vergangenheit, Zukunft
und Vergangenheit. Das Christentum ist im Besonderen mit der Zeit
verbunden: Die stete Wiederkehr des Kirchenjahres mit ihrem
gleichbleibenden Zyklen, fokussiert auf das (Nacher-) Leben Christi
und dessen Wiederkunft, und die Tageszeiten als immerwährender
Schöpfungsakt Gottes.
Beide Zeitzyklen sind Ideen eines Konzertes, welches die Frauenstimmen
am Sonntag, 3. Juni geben werden. Auf dem Programm stehen Chrowerke
verschiedener Komponisten. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.


Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war - musikalisch betrachtet -
die mit Abstand wohl aufregendste Zeit. Heftige Auseinandersetzungen
zwischen den Traditionalisten, den Bewahrern der altehrwürdigen
kontrapunktisch orientierten Motetten, wie sie seit über einem
Jahrhundert in der Kirche etabliert waren, und den Modernisten, deren
Musik dramatisch konzipiert war (Oper, Madrigal), ohne Rücksicht auf
"vergangene", d. h. überflüssig gewordenen Regeln der Polyphonie, um
den Zuhörer unmittelbar zu packen, zu überwältigen, prägte sie.
Heinrich Schütz, der in Italien seine Ausbildung vervollkommnete, sah
in dem Gegenüber dieser unterschiedlichen Stile kein Frage von Für
oder Gegen einen bestimmten Stil, sondern eine beglückende Erweiterung
kompositorischer Möglichkeiten. Seine 1625 veröffentlichten "Cantiones
Sacrae" (übersetzt "Geistliche Gesänge") vereinen sowohl die
textausdeutende, in Italien gepflegte Musiktechniken als auch die in
der Kirche mehr gebräuchlichen alten Praktiken. Diese Synthese, die
Schütz zum ersten Mal in seinem Werk präsentierte, sollte der
Grundstein werden für weitere Versuche einer Harmonisierung scheinbar
heterogener Stile; damit wurden seine Werke zum Wegweiser eines
"dritten" Weges und zum Markstein eines Genres, das noch im 20.
Jahrhundert zum Vorbild einiger Komponisten wie Ernst Peppuing, Hugo
Distler etc. wurde.
Aus diesem Zyklus von 40 Motetten (es wäre auch nicht falsch von
"geistlichen Madrigalen" zu sprechen) werden in dem Konzert des
Kammerchores am Sonntag, 18. November einige Motetten zu hören sein.
Um eine möglichst breite Klangwirkung zu erstellen, teilen sich der
Kammerchor und Solisten das Repertoire, begleitet von einer
Continuogruppe. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Zu beiden Konzerten, die in der Quintinskirche stattfinden
werden, gilt unsere herzliche Einladung.

bulletDas aktuelle Programm

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E-Mail an: ed.teneerf@nroh.anitramsbulletKontakt

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